Mecklenburg-Vorpommern – Innenminister Lorenz Caffier nach Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt: Nach Berlin müssen wir zwischen Stimmung und Sicherheit abwägen

terroranschlang-auf-berliner-weihnachtsmarktMecklenburg-Vorpommern / Schwerin – „Das Attentat in Berlin, bei dem so viele Menschen getötet und verletzt wurden, hat mich tief erschüttert und ich verurteile es aufs Schärfste“, sagt Innenminister Lorenz Caffier. „Mein tiefempfundenes Beileid gilt den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung und viel Kraft das Ereignis zu verarbeiten.“

Nach den Anschlägen in Paris, Nizza und Brüssel haben sich die Sicherheitsbehörden von Bund und Länder auf die hohe abstrakte Gefährdung, dass auch in Deutschland Anschläge oder Attentate passieren können, eingestellt. Mit Berlin ist die abstrakt hohe Gefährdung nun konkret geworden. Die Polizei und Rettungskräfte in Berlin haben die aufgeregte Lage sehr professionell und schnell beruhigen können. Die weiteren Ermittlungen zur Tat hat der Generalbundesanwalt übernommen.

Die aktuellen Erkenntnisse lassen die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern übereinstimmend zu der Einschätzung gelangen, dass außerhalb Berlins keine Weihnachtsmärkte oder Großveranstaltungen aus Sicherheitserwägungen abgesagt werden.

Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern hat für die Weihnachtsmärkte im Land entsprechende Sicherheitskonzepte erarbeitet, die bereits einen höheren Standard haben, als die Jahre davor. Ziel ist es, die besinnliche Adventszeit nicht durch eine zu massive Polizeipräsenz zu beeinträchtigen und dennoch die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, so wie es bereits in der Vergangenheit erfolgt ist. Eine absolute Sicherheit in einer offenen, freiheitlichen Gesellschaft kann es aber nicht geben. Caffier: „Es wäre unverantwortlich zu sagen, hier bin ich absolut sicher und dort absolut unsicher.“

In Anbetracht der aktuellen Ereignisse wird die Landespolizei entsprechend der Sicherheitskonzepte ihre Präsenz auf den Weihnachtsmärkten mit zusätzlichem Personal erhöhen. Weiterhin werden die Polizistinnen und Polizisten teilweise an den Veranstaltungsbereichen sichtbar auch robuster mit Schutzwesten und Maschinenpistolen in Erscheinung treten.

„Bei allen Maßnahmen müssen wir zwischen Weihnachtsstimmung und Sicherheit abwägen. Natürlich ist die Sicherheitslage nach der schrecklichen und feigen Tat angespannt. Das gilt auch für Mecklenburg-Vorpommern, so Innenminister Caffier. „Aber wir können und werden keinen Zaun um die Weihnachtsmärkte ziehen und sie zu Hochsicherheitszonen erklären. Die Bürgerinnen und Bürger sollten aber unbeschwert auf die Weihnachtsmärkte gehen und sich nicht verunsichern lassen. Dabei ist Wachsamkeit geboten, aber nicht Ängstlichkeit.“

Original-Content von: Ministerium für Inneres und Europa Mecklenburg-Vorpommern, übermittelt durch news aktuell

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