Lahnstein – Erste Erfolge gegen Schwarzwild

Weitere Maßnahmen folgen

Hallo Rheinland-Pfalz - Lahnstein - Aktuell -Lahnstein – In den vergangenen Wochen haben die Schwarzkittel dem einen oder anderen Bewohner in den waldnahen Wohngebieten das Leben schwer gemacht. „Deshalb haben sich alle beteiligten Stellen zusammengesetzt, um Maßnahmen zur Bejagung des Schwarzwildes im Umkreis der Wohngebiete „Grüne Bank“, „Im Lag“ und „‚Allerheiligenberg“ auszuloten“, erläutert der Lahnsteiner Beigeordnete Sebastian Seifert, der für die Stadtverwaltung an dem Gespräch teilnahm.

Zunächst wurde die zusätzliche Anlegung von sechs Kirrungen in Waldrandgebieten sowie der Grünfläche zwischen der Deines-Bruchmüller-Kaserne und dem „Unteren Lagweg“ vereinbart. Hierbei wird das Schwarzwild durch geringe Mengen Futter angelockt und gezielt bejagt. Mit dieser Maßnahme konnte der Jagdpächter schon einige Erfolge erzielen. Im gesamten Jagdrevier wurden von April bis Ende August bereits 29 Stück Schwarzwild erlegt.

In Abstimmung mit der Stadt Lahnstein und der Polizeiinspektion Lahnstein soll außerdem eine Beunruhigungsjagd mit bis zu drei Jägern durchgeführt werden. Ziel dieser Maßnahme ist, die Wildschweine auch auf kleineren Flächen zu beunruhigen, zu bewegen und damit aus dem Wohngebiet zu drängen.

Ferner ist eine gemeinsame Drückjagd mit den rechtsrheinischen Jagdrevieren der Stadt Koblenz geplant. Durch die gemeinsam ausgeführte Drückjagd kann so eventuell erreicht werden, dass das Schwarzwild keine seitlichen Rückzugsmöglichkeiten in wohngebietsnahe Bereiche der Jagdreviere vorfindet. Für das Wild bliebe dann nur der Rückzug in die Tiefe des Waldes. Diese Art der Bejagung ist allerdings frühestens im Herbst möglich, wenn die Bäume das Laub abgeworfen haben.

Die Beteiligten appellieren noch einmal ausdrücklich an die Einwohnerschaft, das Schwarzwild nicht zu füttern. „Nach wie vor erhalten wir Anrufe, bei denen von ausgelegtem Futter berichtet wird“, so Reinhard Theisen von der Stadtverwaltung Lahnstein. Dies ist insbesondere auf den Grünflächen zwischen Kaserne und „Unterem Lagweg“ der Fall. „Das Auslegen von Futter macht die Maßnahmen zur Bejagung des Schwarzwilds sinnlos.“

Außerdem handelt es sich um illegale Abfallbeseitigung und kann somit ordnungsbehördlich verfolgt werden. Eine zusätzliche Gefahr durch angelockte Ratten ist ebenfalls nicht auszuschließen.

Die Stadtverwaltung Lahnstein hat eine Kontaktstelle zum Thema Schwarzwild eingerichtet, die telefonisch und per E-Mail erreichbar ist. Dorthin können Fragen, Fotos und Begegnungen mit den Schwarzkitteln gerichtet werden: schwarzwild@lahnstein.de, Telefon 02621 914-165.

Außerdem finden sich auf der Homepage der Stadt Lahnstein unter „Aktuelles“ (www.lahnstein.de) Verhaltenshinweise für die Begegnung mit einem Wildschwein.

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Text: Alina Hillesheim
Stadtverwaltung Lahnstein
Fachbereich 1 – Presse
Kirchstraße 1
56112 Lahnstein

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