Hamburg / Buchholz i.d.N. – Suche nach Timo Kraus: Tauchereinsatz brachte keine neuen Erkenntnisse – Zusammenfassung

aktuelle-information-der-polizeiHamburg / Buchholz i.d.N. – Suche nach Timo Kraus: Am 12.1.2017 fand ein Einsatz von mehreren Tauchergruppen der Polizei Hamburg und der Polizei Niedersachsen statt. Insgesamt 18 Taucher (6 x Hamburg, 12 x Niedersachsen) waren zeitgleich bei Niedrigwasser in die Elbe gestiegen, um den Ponton, der an der Brücke 1 der St. Pauli Landungsbrücken als Anleger dient, unter Wasser abzusuchen. Nach rund 70 Minuten mussten die Taucher strömungsbedingt ihren Einsatz beenden. Im Ergebnis konnten keine Hinweise auf den Verbleib von Timo Kraus gefunden werden.

Die Polizei hatte sich zum Einsatz der Taucher entschlossen, nachdem ein Personenspürhund eine Fährte von Timo Kraus angezeigt hatte. Diese führte über die Landungsbrücken bis auf den Ponton vor dem Museumsschiff Rickmer Rickmers. Unter der Annahme, dass der 44-Jährige hier in der Nacht zum 08.01.17 in die Elbe gestürzt sein könnte, sollten die Taucher überprüfen, ob sich der Körper unterhalb des Pontons verfangen haben könnte.

Mit dem Ergebnis der heutigen Suche ist der Verbleib von Timo Kraus wieder völlig unklar. Weitere Suchaktionen sind derzeit nicht in Planung, da es keine Hinweise auf konkrete Örtlichkeiten gibt, an denen eine Suche plausibel wäre.

Die Ermittler suchen nun weiter nach dem dunkelhäutigen Taxifahrer, der Timo Kraus am Samstag zunächst vor den Landungsbrücken aufgenommen hatte. Er könnte zumindest weitere Erkenntnisse liefern, wie und warum der Vermisste nach kurzer Fahrt wieder zu den Landungsbrücken zurückgekehrt war.

Meldungen BISHER:

Buchholz/Hamburg (11.01.2017) – Der 44-jährige Buchholzer Timo Kraus gilt weiterhin als vermisst. Am 10.1.2017 haben die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes mit einem Personenspürhund der Polizei Hamburg im Bereich der St. Pauli Hafenstraße nach einer Fährte des Vermissten gesucht. Hierbei konnte der Hund die Witterung von Timo Kraus aufnehmen. Die Spur führte von der St. Pauli Hafenstraße auf die St. Pauli Landungsbrücken und endete auf Brücke 1, im Bereich vor dem Museumsschiff Rickmer Rickmers.

Für die Polizei ist dies der Beleg dafür, dass Timo Kraus dort, wo die Handyortung dies zunächst nur vermuten ließ, tatsächlich unterwegs war.

Unter Würdigung der Gesamtumstände wird es damit für die Polizei wahrscheinlicher, dass der 44-Jährige in der Nacht zum 8. Januar bei Nebel und Eisglätte von dem Ponton der Brücke 1 in die Elbe gestürzt sein könnte. Die Polizei plant nun, den Bereich unterhalb des Pontons mit Tauchern abzusuchen, sobald die Strömungs- und Witterungsverhältnisse es zulassen. Wann genau das erfolgen kann, steht derzeit noch nicht fest.

Trotz aller Zeugenaufrufe und Ermittlungen bei den Taxizentralen und an den Taxiständen hat sich der dunkelhäutige Fahrer, der Timo Kraus gegen 23:30 Uhr vor dem „Block Bräu“ aufgenommen hat, noch nicht gemeldet. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass die Taxifahrt nur rund einen Kilometer Richtung Osten gingen und im Bereich der Straße „Hohe Brücke“ am Nikolaifleet unterbrochen wurde. Ob Timo Kraus von dort zu Fuß wieder zurück in Richtung Landungsbrücken ging, oder ihn das Taxi dorthin zurück fuhr, ist immer noch unklar.

Dazu sagt der Leiter der Suchmaßnahmen, Erster Kriminalhauptkommissar Jürgen Schubbert: „In Hamburg sind rund 6000 Taxifahrer registriert, die alle einen guten Job machen. Es kann doch nicht sein, dass sich ein Fahrer, der dringend als Zeuge gesucht wird, nicht meldet. Haben Kollegen von ihm vielleicht gehört, wer dieser Fahrer sein soll? Eine Familie vermisst einen Ehemann und Vater, viele Menschen einen Freund und Arbeitskollegen. Ich bitte die Hamburger Taxifahrer dringend darum, in ihrem Kollegenkreis darüber zu sprechen, wer den Vermissten von den Landungsbrücken bis hin zum Bereich der Straße Hohe Brücke gefahren hat. Helfen Sie mit, das Verschwinden von Timo Kraus aufzuklären!“

Buchholz/Hamburg (09.01.2017) – Seit gestern Vormittag sucht die Polizei nach dem 44-jährigen Timo Kraus. Der Mitarbeiter des HSV war nach Zeugenangaben am Samstag (7.1.2017) mit mehreren Kollegen im Bereich der St.-Pauli Landungsbrücken unterwegs. Gegen 23:30 Uhr soll er in ein Taxi gestiegen sein, um nach Hause nach Buchholz in der Nordheide zu fahren. Dort kam das Taxi jedoch nicht an. Über einen privaten Ordnungsdienst konnte die Familie das Mobiltelefon des 44-Jährigen noch bis nach Mitternacht im Bereich der Landungsbrücken orten. Seitdem ist das Telefon ausgeschaltet. Ob sich Timo Kraus zu diesem Zeitpunkt mit seinem Telefon dort aufgehalten hat, ist unklar.

Am Sonntagmorgen wurde Timo Kraus von seiner Ehefrau bei der Polizei vermisst gemeldet. Die Polizei in Hamburg hat danach den Bereich der Landungsbrücken land- und wasserseitig abgesucht. Hierbei wurden keinerlei Anhaltspunkte für den Aufenthalt des Vermissten festgestellt. Auch gibt es bislang keine Hinweise auf das Vorliegen eines Unglücksfalles oder Verbrechens.

Timo Kraus ist ca. 183 cm groß, hat eine Halbglatze mit kurzem, dunklem Haar und trägt einen Vollbart sowie eine Brille. Er war zum Zeitpunkt des Verschwindens bekleidet mit einer beigefarbenen Jacke mit Fellkragen der Marke Adidas, einer roten Mütze, einem grauen Pullover mit HSV-Aufdruck, einer blauen Jeans und schwarzen Adidas Stiefeln.

Die Polizei bittet Zeugen, die Timo Kraus am Samstag nach 23:30 Uhr gesehen haben, sich unter der Telefonnummer 04181 2850 beim Zentralen Kriminaldienst in Buchholz oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Gleiches gilt für den Taxifahrer, der Timo Kraus gegen 23:30 Uhr in Höhe des Restaurants „Block Bräu“ mit Zielort Buchholz in der Nordheide aufgenommen hat. Er ist ein wichtiger Zeuge und wird dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

OTS: Polizeiinspektion Harburg

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