Dresden – Flüchtlingsheim Heidenauer Straße wird umgebaut – Bewohner ziehen vorübergehend in die Interimsunterkunft Boxberger Straße

Extra-Stadtportal - Dresden -Dresden (SN) – Das Wohnheim für Flüchtlinge in der Heidenauer Straße 49 wird wegen Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende November dauern, vorübergehend geschlossen. Die Wohnungen werden mit Kochnischen ausgerüstet, der Sanitärbereich in das Gebäude integriert und die Brandschutzanlagen modernisiert. Die bisherige Lieferung von Speisen durch einen Essensversorger entfällt. Der Sanitärbereich befand sich bislang in einem Container außerhalb des Objekts. Durch eine bessere Raumaufteilung erhöht sich die Kapazität des Objekts von 114 Plätzen auf 124 Plätze.

Die Bewohner ziehen bis Donnerstag, 8. September, in die Interimsunterkunft Boxberger Straße 1-3 um. Dort stehen im Erdgeschoss sechs Acht-Bett-Zimmer bereit. Die Asylsuchenden werden durch ihre bisherigen Flüchtlingssozialarbeiter betreut. Integrative und ehrenamtliche Angebote, wie zum Beispiel Deutschkurse, sollen an der Boxberger Straße fortgeführt werden.
Das Wohnheim in der Heidenauer Straße 49 ist ein bereits grundlegend sanierter, ehemaliger Industrie- und Bürokomplex und seit dem 30. September 2015 in Betrieb. Der Stadtrat hatte die Vorlage V0085/14 Maßnahmeplan zur Schaffung zusätzlicher Unterbringungskapazitäten für besondere Bedarfsgruppen in den Jahren 2015/2016 in seiner Sitzung am 11. Dezember 2014 beschlossen.

Gesundheitskarte für Flüchtlinge: Dresdner Sozialamt sucht Dialog mit Krankenkassen

Die Landeshauptstadt Dresden beabsichtigt, eine elektronische Gesundheitskarte für Asylbewerberinnen und Asylbewerber gemäß § 264 Abs. 1 S. 3 SGB V einzuführen. Alle gesetzlichen und Ersatz-Krankenkassen sind aufgerufen, ihr Interesse zu bekunden und mit der Stadtverwaltung in Verhandlungen einzutreten. Interessensbekundungen können formlos per E-Mail an sozialamt@dresden.de gesandt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialamtes werden sich zeitnah zur weiteren Abstimmung mit den Krankenkassen in Verbindung setzen.
Die Frist zur Rückmeldung an das Sozialamt endet am 22. September 2016. Ansprechpartnerin für Rückfragen: Annett Schöne, Telefon 0351-4881440.

Wie viele Ankünfte gibt es im August 2016? Wie ist die Entwicklung seit Anfang dieses Jahres?

Im August 2016 hat die Landesdirektion Sachsen insgesamt 144 Personen an die Landeshauptstadt Dresden zur Unterbringung zugewiesen.
Seit 1. Januar 2016 sind in der Landeshauptstadt Dresden insgesamt 1 497 Personen aufgenommen worden. Die Menschen stammen schwerpunktmäßig aus Syrien (511 Personen), Afghanistan (327) und dem Irak (136).

Wie viele Personen hat die Landeshauptstadt Dresden insgesamt untergebracht?

Die Landeshauptstadt Dresden hat zum Stichtag 31. August 2016 insgesamt 5 288 Personen in Gewährleistungswohnungen (3 175 Personen), Übergangswohnheimen (847) und Interimsunterkünften (840) sowie sonstigen Unterkünften (426, z.B. vom Jugendamt) untergebracht. Im Vergleich dazu waren es zum 29. April 2016 insgesamt 5 766 Personen und zum 29. Juli 2016 insgesamt 5 450 Personen.
Die meisten Flüchtlinge lebten zum Stichtag 31. August 2016 in den Ortsamtsbereichen Cotta (1 185 Personen), Prohlis (1 125) und Altstadt (625).

Im Hinblick auf die Altersstruktur aller untergebrachten Menschen bildeten die 25 bis 49-jährigen mit insgesamt 2 450 Personen die größte Gruppe, gefolgt von den 18 bis 24-jährigen mit 1 482 Personen und der Gruppe der 0 bis 17-jährigen mit 1 137 Personen. Knapp 75 Prozent aller untergebrachten Personen sind Männer.

Integration gelingt am besten über den Einstieg in Arbeit. Wie viele Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge gibt es aktuell, die sich in der Zuständigkeit der Landeshauptstadt Dresden befinden?

Die Landeshauptstadt Dresden hat bis jetzt insgesamt 47 Maßnahmen mit zusammen 473 Arbeitsgelegenheiten für Flüchtlinge geschaffen. Diese Tätigkeiten sind vielfältig, wie Möbeldiensthelfer beim Sozialen Möbeldienst, Arbeiten im Bereich der Erhaltung und Pflege von Außenanlagen, der Reparatur und Werterhaltung an Gegenständen im öffentlichen Bereich, gemeinnützige Tätigkeiten auf Friedhöfen, unterstützende Dolmetschertätigkeiten, des Umweltschutzes und Umweltpflege sowie der Vor- und Nachbereitung von Ausstellungen.

Veranstaltungen zum Thema Asyl:

Auf der Internetseite der Landeshauptstadt Dresden gibt ein Kalender Überblick über alle Veranstaltungen zum Thema Asyl. Die Termine umfassen unter anderem Ausstellungen, Fortbildungen für ehrenamtliche Helfer oder Begegnungsmöglichkeiten mit Flüchtlingen. Der Veranstaltungskalender ist zu erreichen unter www.dresden.de/veranstaltungen-migration.

Wie können Bürger helfen:

Direkte Spenden für Flüchtlinge sind bei der Stadt unter einem Sonderspendenkonto möglich. Auf Grundlage eines Beschlusses des Bundesministeriums der Finanzen wird für Spenden auf diese Sonderkonten der vereinfachte Zuwendungsnachweis anerkannt. Spender können ihre Spende so gegenüber der Steuerbehörde mit dem Einzahlungsbeleg der Bank nachweisen.

Das Sonderspendenkonto lautet:

Empfänger: Landeshauptstadt Dresden
IBAN: DE62 8505 0300 0225 7573 70
BIC: OSDDDE81XXX
Verwendungszweck: Spende für Flüchtlinge
oder
Spende für Flüchtlingskinder

Das Sozialamt beziehungsweise Jugendamt nutzen die eingegangenen Spenden für Wörterbücher, Kleidung, Rucksäcke und Spielsachen.

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Text: Stadt Dresden

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