Bonn – Umwelt und Natur: Lebensraum in der Siegmündung schützen und erhalten

umwelt-und-natur-themaBonn – Die Siegmündung bei Bonn ist nicht nur ein beliebter Ausflugsort, sondern auch Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Juliane Rau von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bonn erklärt, worauf Besucher in der Siegmündung achten müssen.

Frau Rau, was ist das Besondere an der Siegmündung?

Die Siegmündung ist bereits 1985 zum Naturschutzgebiet erklärt geworden. Denn die Flussauenlandschaft der Sieg und ihre Altarme bestehen aus vielfältigen Naturräumen wie Auwäldern, Glatthaferwiesen, Magerrasen und blütenreichen Hochstaudenfluren. Solche Naturräume sind selten und bieten vielen Arten einen Lebensraum. Auch für viele gefährdete und geschützte Tiere ist die Siegmündung ein Rückzugsort und Zuhause. An und in der Sieg sind zum Beispiel Lachse, Uferschwalben, Flussregenpfeifer und die Nachtigall heimisch. Nach europäischem Recht sind das streng geschützte Tierarten.

Wie verhält man sich als Besucher richtig, um diese Tiere zu schützen?

Um die Tiere und Lebensräume der Siegmündung zu schützen, darf man nur befestigte oder gekennzeichnete Straßen und Wege betreten – das gilt auch für Fahrradfahrer und Reiter. Für Hundebesitzer gilt: Hunde anleinen und auf den Wegen führen. Wer mit dem Auto kommt, darf es nur auf den gekennzeichneten Parkplätzen abstellen.

Darf man in der Siegmündung baden?

Ja. Bereiche, in denen man schwimmen und das Ufer betreten darf, sind extra gekennzeichnet. An allen anderen Stellen darf das Ufer nicht betreten werden. Außerdem gilt: Im gesamten Schutzgebiet darf man nicht zelten.

Was bedeutet es für die Tiere, wenn man sich falsch verhält?

Die Schutzmaßnahmen sind gerade in der warmen Jahreszeit besonders wichtig, da zu dieser Zeit viele Vögel in den Gebüschen und im Unterholz abseits der Wege ihre Nester anlegen. Geht man nicht auf den Wegen oder lässt seinen Hund frei herumlaufen, werden Pflanzen und der Uferbereich beschädigt. Außerdem stört man dadurch brütende Vögel und andere gefährdete Tiere. Das kann dazu führen, dass die Vögel ihre Brut im Stich lassen. Besonders bei den seltenen, streng geschützten Tierarten ist das dramatisch.

Gibt es Kontrollen in der Siegmündung?

Ja! Vor allem in den Sommermonaten kontrolliert der Ordnungsaußendienst verstärkt. Wer sich nicht an die Verhaltensregeln hält, muss mit Geldbußen rechnen. Uns ist es wichtig den Lebensraum der Siegmündung zu erhalten, damit er auch weiterhin ein Erholungsort für Besucher und Rückzugsort für Tiere bleibt.

Weitere Informationen gibt es unter www.bonn.de/@siegmuendung.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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