Bonn – Internationaler Frauentag 2017: Familienbewusste Personalpolitik als Bereicherung

Bonner-Stadtnachrichten - Gesellschaft und Soziales -Bonn – Fast auf der ganzen Welt feiern Frauen am 8. März den Internationalen Frauentag. Die Gleichberechtigung hat viele Gesichter: Heute gilt es gleiche Gehälter für die gleiche Arbeit durchzusetzen, vor 100 Jahren kämpften die Frauen sogar noch um ihr Wahlrecht. Daher haben es sich die Expertinnen des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg seit 2012 zur Aufgabe gemacht, Frauen in Führungspositionen zu bringen und familienbewusste Personalpolitik zu etablieren.

Wichtig ist die eigene Motivation und Initiative. „Sehen Sie Ihre Arbeit – und damit auch Ihre Kompetenzen und Qualitäten – als Ihr Produkt an und verkaufen Sie das von Ihnen Erreichte zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ganz wichtig: bleiben Sie dabei authentisch – ansonsten droht die Unglaubwürdigkeit“ empfiehlt Svenja Udelhoven, Kämmerin und Personaldezernentin der Kreisverwaltung.

Seit mehr als 30 Jahren leisten die Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Sieg-Kreises einen großen Beitrag, um die Gleichberechtigung auch im Berufsleben zu realisieren. Inzwischen ist beinahe die Hälfte der Sachgebietsleitungen im Kreishaus mit Frauen besetzt. Eine ähnliche Zunahme ist auf der Ebene der Abteilungsleitungen zu festzustellen. Doch das ist kein Grund sich auszuruhen.

„Derzeit ist die am besten ausgebildete Frauengeneration auf dem Arbeitsmarkt“, so Victoria Appelbe, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung Liegenschaften und Tourismus der Bundesstadt Bonn. Wie schon die Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn, macht auch das Kompetenzzentrum Frau und Beruf auf das Thema Frauen in Spitzenpositionen aufmerksam. Appelbe ergänzt: „Nicht nur große Arbeitgeber, auch kleine mittelständische Unternehmen, sollten auf das weibliche Erwerbspotential setzen.“

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigen aktuelle Studien, wie das DIW Managerinnen-Barometer 2017. Ein Grund für die wenigen weiblichen Führungskräfte sei die starke Präsenzkultur. Daher können gerade Frauen mit Familienaufgaben von flexiblen Arbeitszeitmodellen profitieren und Arbeitgebende mit familienbewusster Personalpolitik aktiv die Gleichberechtigung vorantreiben.

Unterstützung mit Netwerk und Mentoring-Programm

Mit dem regionalen Netzwerk Familienbewusste Unternehmen Bonn/Rhein-Sieg und dem Programm „mentoring4women – Frauen für Führung stärken“ unterstützt das Kompetenzzentrum Frauen nachhaltig im Berufsleben. Aufgrund sich wandelnder Personalpolitik und zunehmendem Fachkräftemangel bekunden zudem immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen Interesse am Netzwerk, das aktuell über 40 Mitglieder zählt. Am Programm „mentoring4women“ haben seit 2014 bereits über 20 weibliche Nachwuchsführungskräfte und 20 Unternehmen teilgenommen.

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bonn/Rhein-Sieg

Das Kompetenzzentrum ist ein Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderungen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises und wird vom Land NRW, der Europäischen Union und den Gebietskörperschaften gefördert. Es gibt sowohl ein Büro am Standort in Siegburg wie in Bonn. Im Internet ist das Kompetenzzentrum unter www.competentia.nrw.de/bonn-rhein-sieg und www.familienbewussteUnternehmen.de präsent.

Weitere Informationen erteilt Nicole Traut unter der Rufnummer 0228 – 77 43 56.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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