Bonn – Grundsatzerklärung unterzeichnet: Null Toleranz bei Gewalt am Arbeitsplatz

Bonner-Stadtnachrichten - Gesellschaft und Soziales -Bonn – Gewalt am Arbeitsplatz: Ob Beleidigung, Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung oder gar Körperverletzung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bonner Stadtverwaltung sind immer häufiger Aggressionen und Gewalt ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund haben Oberbürgermeister Ashok Sridharan, Stadtdirektor Wolfgang Fuchs und der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates, Helmut Bressin, am Mittwoch, 29. März 2017, eine Grundsatzerklärung für eine gewaltfreie Arbeitsumgebung unterzeichnet.

„Wir akzeptieren keine Gewalt in den Räumen der Stadtverwaltung sowie gegenüber Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeitern“, sagt Oberbürgermeister Sridharan. „Unsere höchste Priorität liegt darin, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten und die Gesundheit aller Kolleginnen und Kollegen zu schützen. Das Auftreten von Gewaltvorfällen und Gefährdungen am Arbeitsplatz wollen wir durch geeignete Maßnahmen vermeiden. All diese Anstrengungen möchten wir mit der Unterzeichnung der Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz auch gegenüber der Öffentlichkeit sichtbar machen.“

Der Gesamtpersonalratsvorsitzende Bressin schließt sich dieser Auffassung an: „Die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen muss oberste Priorität haben. Gewalttätigkeit gegenüber Beschäftigten wird nicht toleriert. Die Stadtverwaltung muss eine gewaltfreie Zone für die Beschäftigten und die Bürger bleiben.“

Um dem Thema „Gewalt am Arbeitsplatz“ effektiver begegnen zu können, wurde unter der Federführung des Personal- und Organisationsamtes eine Arbeitsgruppe gebildet. Sie hat Vorgehensweisen, Tipps, Ratschläge und Handlungsempfehlungen für Kolleginnen und Kollegen erarbeitet; sie werden ständig weiterentwickelt. Darüber hinaus wurden bereits für verschiedene Ämter der Stadtverwaltung passgenaue Schulungen zum Thema Kommunikationsstrategien sowie Deeskalationstrainings angeboten. Nicht zuletzt werden über ein systematisches Deeskalationsmanagement künftig die Wege klar definiert, um über einen Vorfall umfassend zu informieren. Einem Wiederholungsfall soll so möglichst vorgebeugt und eine optimale Nachbetreuung sichergestellt werden.

Hierzu ist ein Netzwerk etabliert worden, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Notsituationen aufzufangen und ernst zu nehmen. Nun wird das Thema Nachsorge stärker in den Fokus genommen. „Eine Begleitung durch geschulte Kolleginnen und Kollegen der Stabsstelle Gesundheit in Kooperation mit Beratungsstellen und sensibilisierten Führungskräften soll sichern, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst keine langfristigen psychologischen Schwierigkeiten entwickeln“, so Stadtdirektor Fuchs.

Es gilt aber auch, ein Sicherheitskonzept für die gesamte Stadtverwaltung zu erarbeiten, wenngleich verschiedene Maßnahmen bereits in der Vergangenheit umgesetzt worden sind. Je nach Gefährdungseinschätzung sollen neben Alarmierungssystemen und baulichen Veränderungen auch weiterhin professionelle Sicherheitskräfte eingesetzt werden, um bedrohliche Situationen möglichst von Beginn an zu vermeiden.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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