Bonn – Gesundheit: Karneval feiern ohne Alkoholexzesse bei Kindern und Jugendlichen

fasching-aktuellBonn – Feiern ohne Alkoholexzesse: Stadt und Polizei stellen Konzept für den Kampf gegen Alkoholmissbrauch an Karneval vor und setzen auf Aufklärung, Kontrolle und ein Partyangebot ohne Alkohol. Das Jugendamt veranstaltet mit Unterstützung von Haribo wieder eine Party auf dem Münsterplatz. Der „Bonner event sprinter“ präsentiert sich mit neuer Aufmachung.

Mit dem Drei-Säulen-Konzept „Prävention, Kontrolle und Angebot“ wollen Stadt und Polizei fröhlichen Karneval ohne Alkoholexzesse für Teenager insbesondere an Weiberfastnacht sicherstellen.

Bereits im Vorfeld der Weiberfastnacht werden Polizei und Ordnungsamt aktiv auf Gastwirte und Ladeninhaber zugehen und an die Einhaltung der Vorschriften zum Jugendschutz erinnern. So dürfen Bier, Wein und Sekt an unter 16-Jährige nicht verkauft werden. Branntweinhaltige Alkoholika gehen nur an Erwachsene.

Polizei und Stadtordnungsdienst greifen durch

An den Karnevalstagen legen Polizei und Stadtordnungsdienst den Fokus dann auf Kontrollen. Zum einen wird überprüft, inwiefern die Bemühungen zur Prävention Wirkung zeigen und der Jugendschutz eingehalten wird. An Weiberfastnacht wird allgemein die Präsenz in Beuel, in der Innenstadt und an anderen Treffpunkten erhöht. Der Stadtordnungsdienst ist mit 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz. Kinder und Jugendliche, die mit Alkohol oder Tabakwaren erwischt werden, werden aufgefordert, die Flaschen auszuleeren und die Packungen abzugeben.

Die Kontrollen finden insbesondere an Weiberfastnacht und an Rosenmontag sowie bei den Karnevalszügen in Kessenich, Ippendorf und Bad Godesberg mit einem großen Personaleinsatz statt.

Bei allen Maßnahmen der Behörden geht der Appell auch an die Eltern darauf zu achten, dass sich Kinder und Jugendliche nicht schon zu Hause mit alkoholischen Getränken versorgen können. Werden Jugendliche angetrunken angetroffen, so werden die Eltern verständigt. Sind sie nicht erreichbar, werden die Kinder in die Jugendschutzstellen gebracht oder wenn nötig medizinisch versorgt.

Feiern ohne Alkohol

Die After School Party an Weiberfastnacht, 23. Februar 2017, im Festzelt auf dem Münsterplatz richtet sich an Jugendliche von 14 bis einschließlich 17 Jahren und beginnt um 13 Uhr. Für drei Euro Eintritt gibt es zwei Getränke oder ein Getränk und eine Brezel. Alkohol und Erwachsene bleiben draußen, der Spaß aber nicht. Securitykräfte und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der städtischen Jugendfreizeiteinrichtungen sorgen dafür, dass die Party sicher abläuft. Im letzten Jahr feierten zwischenzeitlich um die 1000 Jugendliche gleichzeitig im Festzelt zur Musik von DJ Bamdad Esmaili. Wie bereits im letzten Jahr wird die Veranstaltung auch dieses Jahr wieder von Haribo mit ca. 15 000 Euro gesponsert.

„Bonner event sprinter“ im Einsatz

Der „Bonner event sprinter“ präsentiert sich 2017 nach elfjährigem erfolgreichem Einsatz mit neuer Aufmachung den Bonner Jugendlichen an Weiberfastnacht am Beueler Rheinufer. Dieses Mal gilt das Motto: „Konfetti statt Koma“! Es ist ein Türöffner, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.

Am Stand können die Jugendlichen aktiv Alkohol gegen Handy bedienungsfähige Handschuhe, Smoothies, Sandwiches, Safe-Packs, Kondome, karnevalistische Haarreifen, Taschentücher und vieles mehr tauschen. Das Team geht mit den Bauchläden durch die Mengen, um so alle Feiernden zu erreichen. Darüber hinaus können sich die Jugendlichen am Stand mit heißen Getränken aufwärmen. Das Team am Sprinter testet den Promillewert und gibt den Jugendlichen Hinweise: unter Umständen Feierstopp und nach Hause zu gehen oder einen Anruf bei den Eltern.

Der „Bonner event sprinter“ ist an vier Standorten präsent und startet mit dem Tannenbusch-Zug am Samstag, 18. Februar 2017, und begleitet darüber hinaus den Stadtteil-Karnevalszug in Ippendorf am Sonntag, 19. Februar 2017. An Weiberfastnacht, 23. Februar 2017, befindet sich der „event sprinter“ wieder in Beuel in Höhe des China-Schiffes am Rheinufer, während er am Rosenmontag, 27. Februar 2017, in der Bonner Altstadt präsent ist.

Das Team besteht aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendhilfe Godesheim und der Fachstelle für Suchtprävention update der Ambulanten Suchthilfe Caritas/ Diakonie, welches durch geschulte Peers ergänzt wird.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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