BERICHT AUS BONN: 20 Jahre kommunale Entwicklungspolitik – 15 Jahre bundesweiter Service

Bonner-Stadtnachrichten - Bericht aus Bonn -BONN – In den vergangenen Jahrzehnten hat die Bedeutung der kommunalen Entwicklungspolitik beständig zugenommen.

Ausdruck dessen waren die Gründung des überwiegend ehrenamtlich getragenen „Zentrums für Kommunale Entwicklungszusammenarbeit“ (ZKE) in Bonn vor 20 Jahren und die daran anknüpfende Etablierung der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ (SKEW) im Dezember 2001. Dieses Jubiläum feiern die Servicestelle, die Stadt Bonn und das Gustav-Stresemann-Institut (GSI) mit einer gemeinsamen Veranstaltung am Donnerstag, 30. März 2017, um 11 Uhr im GSI. Dabei geht es neben dem bisher Erreichten auch um die zentralen Ziele und Aufgaben für die Zukunft der kommunalen Entwicklungspolitik.

Die SKEW war zu ihrer Gründung als neue Plattform für das kommunale Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit angelegt. Sie erhielt damals eine professionelle, personell und finanziell nachhaltige Architektur, die auf einer breiten Beteiligungsstruktur aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Zivilgesellschaft ruht. Diese partizipativen Strukturen mit Programmbeirat und Programmkommission sorgten und sorgen für eine breite und fundierte Ausrichtung des Wirkens der kommunalen Entwicklungspolitik.

Aus dieser Grundstruktur entwickelten sich nicht nur grundlegende Prinzipien und Leitlinien der fachlichen Arbeit sondern auch die Themen, in denen die SKEW gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern in den vergangenen Jahren aktiv waren. Im Rahmen dieser zentralen, kommunalen Handlungsfelder konnten zahlreiche, bedarfsorientierte Projekte und Maßnahmen umgesetzt und viele neue Unterstützungsangebote für Kommunen entwickelt werden.

Diese zeigten gerade in der jüngsten Vergangenheit eine thematische und geographische Dynamik, die den nächsten Jahren absehbar weiter steigen wird. Denn globale Herausforderungen werden weiter zunehmen: Die Weltbevölkerung wächst vor allem in den Städten an, der Klimawandel ist auf dem Vormarsch, gewaltsame Konflikte und Kriege bleiben bestehen. Gleichermaßen gibt es positive Entwicklungen, wie die Verabschiedung der Agenda 2030, die auch für Kommunen einen konkreten Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung bieten. In diesem Spannungsfeld entwickeln sich auch Kommunen weiter und können Zukunft gestalten. Die SKEW will daher weiterhin dazu beitragen, kommunale Entwicklungspolitik zur Normalität in deutschen Kommunen zu machen.

Unterstützend wirkt dabei auch die Ansiedlung der SKEW bei Engagement Global. Als Durchführungsorganisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bündelt Engagement Global eine Vielzahl von Programmen und Netzwerken und schafft so zusätzliche Synergien für die kommunale Entwicklungszusammenarbeit.

Bonn engagiert sich seit Ende der 1990er Jahre in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit

Die Stadt Bonn engagiert sich bereits seit Ende der 90er Jahre aktiv in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Sie hat von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kommunale Entwicklungszusammenarbeit (ZKE) und später mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) daran gearbeitet, im Rahmen von konkreten Projekten mit Partnerkommunen aus dem globalen Süden einen Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit zu leisten. Hierzu gehören die Einrichtung eines Umweltbildungszentrums in Cape Coast/Ghana sowie die Verbesserung der Energieversorgung und des Abfallmanagements in La Paz/Bolivien im Rahmen des Programms „50 kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ der SKEW. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Servicestelle und Stadt Bonn gibt es auch bei der Vermittlung und Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele(Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen.

Bei der Jubiläumsveranstaltung am 30. März wird über die politischen Rahmenbedingungen, strategische Themen und nachhaltige Strukturen diskutiert, die die gemeinsame Arbeit in den zurückliegenden zwanzig Jahren bestimmten. Dazu wird es auch Raum für unmittelbare Eindrücke und Erfahrungen von Zeitzeugen und Wegbegleitern geben. Persönliche Ansichten und Berichte wurden zudem in einer Festschrift zusammengefasst, die an diesem Tag erstmals vorgestellt wird. Die Beiträge dieses Bandes zeigen auch, welche Rolle die SKEW für die Entwicklung der kommunalen Entwicklungsarbeit rückblickend einnehmen konnte und welche Perspektiven sich ihr eröffnen.

Anmeldungen zu der Veranstaltung sind noch bis Mittwoch, 30. März, unter https://skew.engagement-global.de/veranstaltung-detail/zwanzig-jahre-kommunale-entwicklungspolitik-in-bonn.html möglich.

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Herausgeber: Der Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Presseamt, Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn

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